Netflixes "Beef" Staffel 2 Stars Oscar Isaac und Carey Mulligan als zerfallendes Paar

20 April 2026 2751
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Saison 2 von Beef bringt eine völlig neue Aufstellung mit sich — und sie ist vollgepackt mit Schwergewichten.

Oscar Isaac und Carey Mulligan führen das neue Kapitel als Josh und Lindsay an, ein Millennial-Paar, dessen Ehe heimlich auseinander driftet. Gegenüber stehen ihnen Charles Melton und Cailee Spaeny als Austin und Ashley, ein Gen Z-Paar, das auf Weisen in das Chaos hineingezogen wird, die sie anfangs nicht vollständig verstehen.

Der Generationskontrast ist nicht nur Hintergrundgeräusch — er ist der Motor der Geschichte.

Josh, ein Country Club Manager, ist auch Austins Vorgesetzter, was die beiden Paare sowohl persönlich als auch beruflich miteinander verbindet. Als Austin und Ashley einen gewalttätigen Streit zwischen Josh und Lindsay beobachten, löst dies eine Kettenreaktion von Manipulation, Spannung und eskalierendem Konflikt aus, der sich um den Arbeitsplatz dreht.

Und während das zentrale Quartett die Handlung vorantreibt, fügt die Nebenbesetzung noch mehr Gewicht hinzu.

Youn Yuh-jung spielt Chairwoman Park, Song Kang-ho tritt als Dr. Kim auf, William Fichtner spielt Troy und Mikaela Hoover spielt Ava.

Der Musiker BM gibt sein Schauspieldebüt als Woosh, während Finneas O'Connell den Soundtrack übernimmt. Steven Yeun und Ali Wong — die Stars der ersten Staffel — tauchen dieses Mal nicht vor der Kamera auf, bleiben aber als ausführende Produzenten beteiligt.

Wenn Staffel 1 von Beef sich um explosive Straßenragte drehte, nimmt Staffel 2 einen ruhigeren — und möglicherweise beunruhigenderen — Ansatz.

Der Konflikt diesmal handelt weniger von offener Aggression, sondern mehr davon, was unter der Oberfläche brodelt. Schöpfer Lee Sung Jin hat die Dynamik absichtlich umgedreht.

„Der Beef in Staffel 1 ist so offensichtlich und aggressiv. Ich dachte, Staffel 2 sollte das Gegenteil sein: ein passiv-aggressiver Beef, der dem Leben näher kommt, besonders in einer Arbeitsumgebung.“, sagte Lee vor der Premiere zu Netflix's Tudum.

Der Ortswechsel spiegelt das wider. Statt der offenen Straße entfaltet sich die Spannung in einem Country Club, wo die Machtverhältnisse zwischen Chef und Angestelltem bereits fragile Beziehungen komplizieren.

„Wir haben den Handlungsort in eine Arbeitsumgebung verlegt, weil ich die Chef-Angestellten-Dynamik genauer erkunden wollte“, sagte Lee laut Netflix's Tudum.

Wie schon in der ersten Staffel kam die Idee für die zweite Staffel aus etwas Realem — nur intimer.

Lee enthüllte, dass die Geschichte ausgelöst wurde, nachdem er einen hitzigen Streit zwischen einem Paar belauscht hatte. Aber was ihm im Gedächtnis blieb, war nicht der Streit an sich, sondern wie die Menschen danach darauf reagierten.

„Ich denke, was mich inspirierte, war nicht das eigentliche Ereignis, sondern wie die Menschen darauf reagierten“, sagte Lee in einem Interview mit Reuters.

Diese Reaktionen offenbarten eine Generationslücke. Jüngere Menschen interpretierten den Streit als potenzielle häusliche Gewalt, während ältere Menschen ihn als typischen Beziehungskonflikt ansahen.

Dieser Kontrast wurde zum Rückgrat der Staffel.

Er sagte, er wolle „unterschiedliche Liebesstadien gegeneinander setzen“, ein Thema, das sich in den millennialen und Gen Z-Paaren inmitten der Handlung abspielt.

Statt einer großen Generationenlücke hielt Lee die Paare gezielt im Alter nah beieinander — was die Unterschiede schärfer erscheinen lässt.

Millennials und Gen Z mögen nur um wenige Jahre getrennt sein, aber ihre Perspektiven auf Beziehungen, Autorität und Konflikte könnten hier nicht unterschiedlicher sein. Diese Spannung ist es, die den größten Teil des Unbehagens — und des Dramas — antreibt.

Die emotionale Last der Geschichte ging den Schauspielern nicht verloren.

Mulligan betonte, wie wichtig es war, den zentralen Streit in Realismus zu verwurzeln.

„Der Streit musste echt wirken — genug, um über uns gehalten zu werden“, sagte sie zu Netflix's Tudum. „Nicht nur wie es aussah, sondern auch wie es klang und was wir zueinander gesagt haben.“

Isaac wies auf den existenziellen Druck hin, der über den Charakteren schwebt.

„Alle diese Möglichkeiten beginnen zu kollabieren“, sagte er. „Es kann klaustrophobisch werden, weil uns gesagt wird, dass alles möglich ist.“ Letztendlich fügte er hinzu: „Man muss loslassen.“

Und für Melton ist diese innere Spannung das, was die Show zum Laufen bringt.

„Man fühlt sich, als ob man in den Köpfen der Charaktere steckt“, sagte er. „Man kann entweder beziehen, beurteilen oder denken, 'Ich war auch schon da.' Das macht es zu einem so saftigen Erlebnis beim Zuschauen.“

Staffel 1 von Beef, mit Yeun und Wong in den Hauptrollen, wurde im April 2023 uraufgeführt und gewann mehrere Golden Globe Awards, darunter Best Limited Series und Schauspielergewinne für beide Hauptdarsteller.

Staffel 2 besteht aus acht Episoden und startet am 16. April auf Netflix. Die Begleitserie BEEF: The Official Podcast startet am selben Tag mit vier Episoden.


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