NASA wählt Bezos' Blue Origin aus, um Mondlander für Mondspaziergänger zu bauen.

19. Mai 2023
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Von Marcia Dunn überprüft
Die Raketenfirma von Jeff Bezos hat zwei Jahre nachdem sie gegen SpaceX unterlag, einen NASA-Vertrag gewonnen, um Astronauten auf den Mond zu bringen.
Blue Origin erhielt am Freitag einen Vertrag in Höhe von 3,4 Milliarden Dollar, um ein Team zur Entwicklung einer Mondlandefähre namens Blue Moon zu führen. Sie wird voraussichtlich ab 2029 genutzt, um Astronauten zur Mondoberfläche zu transportieren, nachdem SpaceX bereits zwei Crew-Landungen durchgeführt hat.
Die NASA bringt Astronauten mit ihren eigenen Raketen und Kapseln in eine Mondumlaufbahn, möchte jedoch, dass private Unternehmen von dort aus übernehmen.
NASA-Administrator Bill Nelson sagte, dass die Agentur unterschiedliche Landeoptionen wünsche, während sie mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Ende der Apollo-Mondflüge zur Rückkehr auf den Mond strebe.
Blue Origin investiert neben dem NASA-Vertrag Milliarden Dollar, um eine dauerhafte Präsenz auf dem Mond zu etablieren.
John Couluris, Vizepräsident von Blue Origin, sagte: "Es gibt noch viel zu tun, bevor wir erfolgreich Astronauten landen und zurückkehren".
Vor zwei Jahren reichte Blue Origin Klage ein, nachdem die NASA den Vertrag für die erste Mondlandung an SpaceX vergeben hatte. Ein Bundesrichter bestätigte die Entscheidung der Raumfahrtbehörde.
NASAs Artemis-Programm, das den Apollo-Mondflügen der 1960er und 1970er Jahre folgt, startete Ende des letzten Jahres erfolgreich mit einem Testflug. Eine leere Orion-Kapsel wurde mit NASAs neuer Mondrakete gestartet, ging in eine Mondumlaufbahn und kehrte dann zur Erde zurück.
Der nächste Artemis-Flug wird erst gegen Ende des nächsten Jahres erfolgen, wenn ein Kanadier und drei US-Amerikaner zum Mond fliegen, aber nicht landen werden. Zwei Amerikaner werden dann, frühestens Ende 2025, an Bord einer SpaceX Starship auf die Mondoberfläche absteigen.
Wie SpaceX plant auch Blue Origin, auf dem Mond ohne Besatzung zu landen, bevor Astronauten an Bord gehen.
Während das glänzende, aus Edelstahl gefertigte Starship futuristisch aussieht, ähnelt Blue Moon eher einer traditionellen Kapsel, die auf einer hohen Kabinenkomponente mit Beinen ruht. Sie wird 16 Meter hoch auf dem Mond stehen.
Die Lander beider Unternehmen sollen wiederverwendbar sein.
Blue Origin wird ihre lunarischen Missionen mit ihrer noch im Entwicklungsstadium befindlichen Rakete New Glenn von Cape Canaveral aus starten. Der Starship, die weltweit größte Rakete, hatte im letzten Monat ihr Debüt in Südtexas gegeben; der Testflug endete allerdings wenige Minuten nach dem Start in einem explosiven Feuerball.
Zu Blue Origins Team gehören fünf Partner: Lockheed Martin, Boeing, Draper, Astrobotic Technology und Honeybee Robotics.
Nur ein weiteres Angebot wurde gemäß der NASA für den Vertragswettbewerb eingereicht.
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